Freitag, 17. Oktober 2003
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Moderne Dampflokomotiven – mehr als nur eine Kostenbremse

Eine Kurzbilanz des ersten Weltkongresses der Dampfbetriebe und Touristenbahnen in Brienz

brb/bns. Moderne leichtölbefeuerte Dampflokomotiven – so eine der am ersten Weltkongress der Dampf- und Touristenbahnen vom 5. bis 8. Oktober in Brienz vermittelten Erkenntnisse – seien mitunter nicht nur wirtschaftlicher als Dieseltriebwagen: Damit lassen sich laut einem Abschlussbericht nicht nur Kosten sparen – auch das oft sehr alte historische Rollmaterial könne so geschont werden.

Die kohlebefeuerte 20 Tonnen schwere BRB-Dampflokokomotive Nr. 7 mit Baujahr 1936 macht noch mächtig Dampf. (Bild Peter Schmid)

«Dank des weltweit führenden Status der Schweiz im Bereich der Entwicklung und Konstruktion von modernen Dampflokomotiven war es den Gastgebern der Brienz–Rothorn-Bahn (BRB) und der Dampflokomotiv- und Maschinenfabrik DLM AG möglich, vom 5. bis 8. Oktober 2003 mehr als 90 Vertreter von Dampf- und Touristenbahnen aus aller Welt in das herbstliche Brienz zum ersten Weltkongress einzuladen», heisst es in einem Abschlusscommuniqué. Dampfspezialisten aus allen Kontinenten – siehe auch Bericht Brienz: Erster Weltkongress der Dampfbetriebe und Touristenbahnen  vom Montag, 6. Oktober 2003 – seien angereist, um die moderne Dampftraktion zu studieren. Neben einer Fahrt mit einer der neuen, mit leichtölbefeuerten BRB-Dampflokomotiven befassten sich laut der Medienmitteilung die thematischen Vorträge im Grandhotel Giessbach vor allem um die Zukunft der Dampfbetriebe weltweit und um die zu erwartende wirtschaftlichen Entwicklung der Dampfbranche: «Zahlreiche externe Einflüsse und spezifische Probleme bei der Erhaltung des oft hundertjährigen Rollmaterials führen dazu, dass viele Dampfbahnen um ihre Existenz bangen.» Umwelteinflüsse wie häufige Überschwemmungen, starker Wind, Erdrutsche, Sandverwehungen, Schnee und Hitze führten dazu, dass die Bahnen oft hohe Kosten in den Unterhalt der Strecke und ins Rollmaterial investieren müssten. Hinzu kämen viele staatliche Auflagen und Sicherheitsbestimmungen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Hohe Personalkosten sowie kürzere Arbeitszeiten des Fahrpersonals stellten weitere Herausforderungen an viele Unternehmen in den Industrienationen: «Eine einheitliche Regelung wäre hilfreich und erstrebenswert.» Die Europäische Föderation der Museums- und Touristikbahnen (Fedecrail)– die europäische Dachorganisation im Eisenbahnverkehr – wolle sich dieser Probleme annehmen.

«Grosses Erstaunen wurde in einer Präsentation ausgelöst, als nachgewiesen werden konnte, dass auf der Schafbergzahnradstrecke in Österreich neue leichtölbefeuerte Dampflokomotiven wirtschaftlicher fahren als die ebenfalls im Einsatz stehenden Dieseltriebwagen», verlautet in der Mitteilung im weiteren: «Als weiterer Vorteil des modernen Dampfbetriebes erwies sich auch die Erkenntnis von vielen Experten aus England, dass vor allem touristische Dampfbahnen davon profitieren würden, neue und wirtschaftliche Dampflokomotiven anzuschaffen, nicht nur um Kosten zu sparen, sondern auch um das oft sehr alte, historische Rollmaterial zu schonen.» So könnten die täglichen Lasten im Regelverkehr von den effizienten neuen Dampflokomotiven getragen und die historischen Maschinen an Spitzentagen während der Hauptsaison oder für Sonderfahrten eingesetzt werden. Dadurch werde ein erheblicher Verlust an historischer Substanz verhindert: «Allgemein wurde an der Tagung viel Wert auf den Schutz und die Erhaltung von historischem Bahnmaterial gelegt, insbesondere der Vertreter der Unesco aus Neu Delhi, Rajesh Agrawal erklärte wie die berühmte Darjeeling Himalayan Railway in Indien zum Weltkulturerbe designiert wurde.» Diverse europäische Bahnen liebäugelten zurzeit mit demselben Status. Zum Abschluss wurde laut Medienmitteilung vereinbart, im Frühling 2004 zum 200-Jahr-Jubiläum der ersten Dampflokomotive von Richard Trevithick im englischen York eine weltweite Dachorganisation für Dampf- und Touristenbahnen zu gründen.


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