Dienstag, 7. Oktober 2003
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Anhaltende Konjunkturschwäche und höhere Arbeitslosigkeit 

aid/bns. Bedingt durch die gedämpfte Wirtschaftsentwicklung hat sich im Kanton Bern die Zahl der Arbeitslosen im September 2003 um 430 auf 14'662 Personen erhöht. Die Arbeitslosenquote stieg damit von 2,7 auf 2,8 Prozent. Die Zahl der Stellensuchenden nahm um 550 Personen zu und liegt nun bei 21'663 Personen. In den regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) wird der Stellenbestand um 25 Stellen erhöht.

Die Wirtschaft im Kanton Bern sowie in der Schweiz wird laut Einschätzung der Volkswirtschaftsdirektion voraussichtlich im Jahr 2003 stagnieren: «Die Entwicklung verläuft regional unterschiedlich, wie neuste Zahlen bestätigen.» In der ganzen Schweiz waren waren Ende September 2003 nach Angaben des Staatssekretariates für Wirtschaft 146'688 Arbeitslose eingeschrieben, 3016 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote stieg damit von 3,6 Prozent im August 2003 auf 3,7 Prozent im Berichtsmonat. Es wurden insgesamt 209'495 Stellensuchende registriert, 3859 mehr als im Vormonat.

Zunahme der Arbeitslosigkeit

Im Kanton Bern ist die Arbeitslosenquote im September – Tabelle siehe unten – auf 2,8 Prozent gestiegen. Sie liegt wie im Vormonat um 0,9 Prozentpunkte unter dem Schweizer Mittel von 3,7 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen stieg um 430 auf 14'662 Personen. Der Anteil Frauen hat um 306 auf 6668 zugenommen. Die saisonal bedingte Verschlechterung der Beschäftigungslage zeigt sich besonders im Gastgewerbe (+232), im Bereich Beratung, Planung, Informatik (+39) und im öffentlichen Dienst (+23). Eine leichte Verbesserung ist in der Metallindustrie (–32) festzustellen. In acht von 26 Amtsbezirken sank die Zahl der Arbeitslosen minimal, während sie in den übrigen Amtsbezirken zum Teil erheblich anstieg. Von den 21'663 Stellensuchenden (+550) gingen 3597 Personen (–6) einem Zwischenverdienst nach. 1271 Personen (+61) nahmen an einem Beschäftigungsprogramm teil und 1374 (+123) aller Stellensuchenden absolvierten eine Weiterbildung beziehungsweise Umschulung von mehr als einem Monat Dauer. – Eine vollständige Tabelle nach Amtsbezirken kann als 81 Kilobyte grosse PDF-Datei geöffnet werden.

Unterschiedliche Entwicklung

Die Wirtschaftsentwicklung verläuft in den verschiedenen Regionen des Kantons unterschiedlich. In den Regionen Bern-Mittelland und Emmental – siehe auch Tabelle Entwicklung des Bruttoinlandprodukts (BIP) nach Regionenist für das laufende Jahr ein positives Wirtschaftswachstum zu erwarten. Wie im Vorjahr weist die Region Mittelland mit einem Wachstum des Bruttoinlandproduktes (BIP) von 0,9 Prozent auch in diesem Jahr die höchste Dynamik auf. Einmal mehr kommt dem öffentlichen Sektor eine stabilisierende Wirkung zu. Vorteilhaft entwickeln sich in dieser Region zudem die Kommunikationsbranche und die chemische Industrie. Im Vergleich zum Vorjahr wesentlich besser verläuft die Entwicklung im Emmental. Im Gegensatz zu den anderen Wirtschaftsregionen hat die Schrumpfung der Exportnachfrage in dieser Region den Industriesektor weit weniger in Mitleidenschaft gezogen als die Investitionsgüterindustrie im Oberaargau und im Berner Jura.

Einkommenseinbrüche im Tourismus

Die Lage im Oberaargau hat sich zwar seit dem Vorjahr entschärft, doch ist auf Grund der schleppenden Auslandnachfrage auch im Jahr 2003 mit einem leichten BIP-Rückgang zu rechnen. Im Berner Jura wird sich die Situation wegen der anhaltenden Krise in der Maschinenindustrie kaum verbessern und das Wachstum wiederum deutlich negativ ausfallen. Auch in der Region Biel-Seeland entwickelt sich das BIP rückläufig. Im Gegensatz zum Vorjahr fehlt der Region der Expo-Impuls im Dienstleistungsbereich, um die Negativentwicklung im exportabhängigen Industriesektor wettzumachen. Eine Verschlechterung der Lage gegenüber 2002 zeichnet sich auch im Berner Oberland ab. Das Fernbleiben ausländischer Gäste hat dort zu Einkommenseinbrüchen im Tourismus geführt. Für 2004 erwartet die BAK Basel Economics AG in allen Berner Wirtschafsregionen wieder eine Zunahme des Bruttoinlandprodukts. Die grösste Dynamik wird für die Regionen Mittelland und Oberaargau prognostiziert. 

RAV-Infrastruktur anpassen

Angesichts dieser Entwicklung und der sich weiter verzögernden Erholung der Wirtschaft hat die aus dem kantonalen Amt für wirtschaftliche Entwicklung und dem Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit hervorgegangene «beco Berner Wirtschaft» eine Erhöhung des Personalbestands in den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) um rund 25 Vollzeitstellen eingeleitet. 

Staatspersonalverband: «Der Regierungsrat ist mitschuldig»

In einer Stellungnahme zu der erneut gestiegenen Arbeitslosigkeit im Kanton Bern führt Roland Seiler, Sekretär des Bernischen Staatspersonalverbandes (BSPV) aus, gerne werde dabei vergessen, «dass der Regierungsrat an dieser konjunkturpolitisch gefährlichen Situation mitschuldig ist». Innerhalb von zehn Jahren habe nämlich die Berner Regierung 2640 Stellen weggespart (Angabe Personalamt): «Damit ist der Regierungsrat zum grössten Jobkiller im Kanton Bern geworden!» Um die Situation nicht noch zusätzlich zu verschärfen, fordere der Bernische Staatspersonalverband BSPV eine «Entlassungs-Moratorium». Danach soll der Kanton auf Entlassungen verzichten, solange die Arbeitslosenquote über 1,5 Prozent liegt.
 
Arbeitslosigkeit
September 2003
Männer Frauen Total Vormonat Differenz % Vormonat Differenz
Total Kanton Bern 7 994 6 668 14 662 14 232 430 2.8 2.7 0.1
Frutigen 76 64 140 120 20 1.5 1.3 0.2
Interlaken 256 227 483 368 115 2.3 1.8 0.5
Niedersimmental 141 98 239 209 30 2.2 1.9 0.3
Oberhasli 25 31 56 36 20 1.3 0.8 0.5
Obersimmental 45 30 75 73 2 1.8 1.7 0.1
Saanen 17 24 41 28 13 0.8 0.6 0.2
Thun 691 624 1 315 1 243 72 2.8 2.6 0.2
Total Oberland 1 251 1 098 2 349 2 077 272      


Entwicklung des Bruttoinlandprodukts (BIP) nach Regionen
BIP-Anteil am Kanton
BIP-Wachstum (real) 
2002
2003
(Prognose) 
Bern Mittelland
54,5 %
1,1 %
0,9 %
Berner Oberland
14,7 %
0,6 %
-0,4 %
Biel-Seeland
12,7 %
0,8 %
-0,7 %
Emmental
8,7 %
-0,8 %
0,2 %
Oberaargau
5,6 %
-1,7 %
-0,5 %
Berner Jura
3,8 %
-1,6 %
-1,7 %
Kanton Bern
100 %
0,3 %
0,3 %

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