Mittwoch, 29. Oktober 2003
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«Entwicklungspotential der Agglomeration Thun stärken»

aid/bns. Mit vier Projekten – Agglomerationsprogramm Thun, Gesamtverkehrsstudie Agglomeration Thun, Richtplan ESP Thun-Nord/Steffisburg und Leitbild Ortsentwicklung Steffisburg – soll das Entwicklungspotential der Agglomeration Thun gestärkt werden. Eine Agglomerationskonferenz soll laut einer Medienmitteilung die Zusammenarbeit verbessern: «Die Verkehrsprobleme sollen mit drei zeitlich gestaffelten Massnahmenpaketen angegangen werden.»

Mit einem zweiten Massnahmenpaket soll die Belastung der historischen Innenstadtbrücken verringert werden. Unser Bild zeigt die vielbefahrene Bahnhofbrücke. (Archivbild Peter Schmid)

Belastung der Innenstadt reduzieren

Die heute militärisch genutzten Areale im Norden der Stadt Thun sollen laut Medienmitteilung zivilen Nutzungen zugeführt werden: «In einem neuen Ortsleitbild setzt die Gemeinde Steffisburg klare Prioritäten für ihre künftige Entwicklung.» Die Agglomerationen sähen sich heute zunehmend mit Problemen konfrontiert, zu deren Lösung sie auf Unterstützung von Bund und Kanton angewiesen seien. Ein zentrales Problem sei die Abstimmung der Siedlungs- und Verkehrsentwicklung: «Ende 2001 hat der Regierungsrat eine Strategie für die Agglomerationen im Kanton Bern lanciert, mit der diese Probleme koordiniert angegangen werden.» Mit dem Agglomerationsprogramm liege nun für die Agglomeration Thun eine Konkretisierung dieser Strategie vor. Wichtiger Bestandteil dieses Programms sei die Gesamtverkehrsstudie Agglomeration Thun, die Leitplanken für die künftige Verkehrsentwicklung setze: «Zwei weitere Projekte, die für die Siedlungsentwicklung zentral sind, wurden ebenfalls in das Programm integriert.» Es seien dies der Richtplan für den Entwicklungsschwerpunkt (ESP) Thun-Nord/Steffisburg und das neue Leitbild Ortsentwicklung der Gemeinde Steffisburg. Alle vier Projekte seien inhaltlich aufeinander abgestimmt und gelangten nun gemeinsam in die öffentliche Mitwirkung. Eine Zusammenfassung der vier Projekte (PDF, 1.2 MB) könne im Internet unter www.sta.be.ch/de/doks/20031029thun/200310thun-zusammenfassung.pdf heruntergeladen werden. Für die Gesamtverkehrsstudie Agglomeration Thun und das Leitbild Ortsentwicklung Steffisburg dauere die öffentliche Mitwirkung bis Mittwoch, 26. November 2003; Eingaben zum Agglomerationsprogramm Thun und dem ESP Thun-Nord/Steffisburg müssten bis Mittwoch, 31. Dezember 2003 eingereicht werden. Die Eingaben seien an folgende Adressen zu richten: Bauverwaltung Steffisburg, Höchhusweg 5, 3612 Steffisburg oder Planungsamt der Stadt Thun, Industriestrasse 2, Postfach 145, 3602 Thun. Vom 28. Oktober bis zum 21. November würden die vier Projekte in zwei öffentlichen Ausstellungen in Thun (Eingangshalle des Rathauses) und Steffisburg (Gemeindehaus) vorgestellt. Die Ausstellungen seien von Montag bis Freitag jeweils von 8 bis 12 Uhr und 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Agglomerationskonferenz

Das Agglomerationsprogramm wolle das Entwicklungspotential der städtischen Region fördern und den Blick über die Fachbereichs- und Gemeindegrenzen hinaus öffnen, verlautet dazu. Der Perimeter umfasse die elf Gemeinden Heimberg, Hilterfingen, Oberhofen, Seftigen, Sigriswil, Steffisburg, Spiez, Thierachern, Thun, Uetendorf und Uttigen. Das Programm enthalte zwölf Schlüsselprojekte aus den Bereichen Verkehr, Wirtschaftsförderung, Tourismus, Raumplanung, Kultur, Sport und Bildung. Zur Umsetzung dieser Vorhaben soll eine Agglomerationskonferenz mit Vertretern des Kantons, der Gemeinden des Wirtschaftsraums Thun, der Region Thun-Innertport und der regionalen Verkehrskonferenz geschaffen werden. Die Agglomerationskonferenz soll die Gesamtheit der Projekte steuern und sei Ansprechstelle und Initiator für neue Projekte. 

Verkehrsprobleme ganzheitlich lösen

«Die Verkehrsprobleme der Agglomeration sollen ganzheitlich und mit dem Konsens aller Betroffenen nachhaltig gelöst werden», wird im weiteren ausgeführt. Ein erster Entwurf der Gesamtverkehrsstudie sei im vergangenen Herbst in der Agglomeration diskutiert worden: «Die Studie kommt zum Schluss, dass einseitige Ausbauten der Verkehrsinfrastruktur – wie zum Beispiel eine neue Aarequerung südlich der Altstadt – ohne weitere Massnahmen nicht zweckmässig sind.» Sie schlage deshalb ein schrittweises Vorgehen vor. In einem ersten Schritt soll die heutige Situation optimiert werden: «Das Angebot des öffentlichen Verkehrs soll ausgebaut und der Bus soll auf dem Strassennetz gegenüber dem Individualverkehr bevorzugt werden.» Vorgesehen seien weiter eine Verbesserung der Velorouten, die Vervollständigung des Parkhausrings, ein neuer Kreisel an der Kreuzung Regiestrasse/Allmendstrasse sowie ein Parkleitsystem und Mobilitätsmanagement. Realisiert werden sollen diese Massnahmen innerhalb von fünf Jahren: «Die Kosten werden auf 53 Millionen Franken (inklusive Investitions- und Betriebskosten des öffentlichen Verkehrs) veranschlagt.»

Belastung der Innenstadt reduzieren

Mit einem zweiten Massnahmenpaket soll die Belastung der historischen Innenstadtbrücken verringert werden. Wichtigste Massnahmen dazu seien der Ausbau des Autobahnzubringers Steffisburg und der Bau einer neuen Aarebrücke im Norden der Stadt Thun: «Der Autobahnzubringer soll neu auch die Siedlungsgebiete Heimberg-Süd und Steffisburg-Station erschliessen und unter der Bernstrasse durch bis zur Stockhornstrasse verlängert werden.» Im Norden der Stadt Thun sollen eine neue Strasse und Aarebrücke mit Anschluss an die Allmendstrasse gebaut werden. Als flankierende Massnahme sei eine neue Verkehrsführung in der Innenstadt mit Einbahnführung auf der Achse Kuhbrücke–Marktgasse geplant. Mit einem Verkehrsleitsystem auf den Hauptverkehrsachsen soll der Verkehr in Richtung Innenstadt gelenkt werden: «Realisiert werden sollen diese Massnahmen im Anschluss an das erste Paket; der Investitionsrahmen beträgt 75 Millionen Franken.»

Zwei Varianten für die Südumfahrung der Innenstadt

Mit dem letzten Massnahmenpaket soll das Problem einer fehlenden leistungsfähigen Umfahrung der Innenstadt im Süden gelöst werden. Der Bevölkerung würden hier zwei Varianten zum Entscheid vorgelegt: Ein Tunnel unter dem Aarebecken und eine neue Aarebrücke südlich des Thunerhofs. Die von der Stadt Thun bevorzugte Tunnelvariante würde rund 135 Millionen Franken kosten, die Brücke lediglich 40 Millionen Franken: «Beide Varianten können erst dann realisiert werden, wenn die Verkehrskapazitäten im Norden der Stadt ausgebaut worden sind.»

Militärisch genutzte Areale zivilen Nutzungen zuführen

Im Norden der Stadt sollen laut Medienmitteilung die freiwerdenden Gebäude und Flächen auf der «Kleinen Allmend» und auf dem Areal des Motorfahrzeugsparks Thun, die bisher weitgehend militärisch genutzt worden seien, zivilen Nutzungen zugeführt werden (Industrie, Gewerbe und Wohnen). Der Kanton habe das Gebiet in das Programm der kantonalen Entwicklungsschwerpunkte (ESP) aufgenommen: «Der Richtplan für den Entwicklungsschwerpunkt Thun Nord/Steffisburg enthält 14 konkrete Massnahmen zur Entwicklung dieses Gebiets.»

Steffisburgs Entwicklung auf das Areal «Stockhornstrasse Nord» fokussieren

Das Leitbild Ortsentwicklung setze die Leitplanken für die künftige Entwicklung der Gemeinde Steffisburg, verlautet in der Medienmitteilung. Eine Schlüsselrolle komme dem Areal «Stockhornstrasse Nord» zu: «Mit der vorgesehenen Nordumfahrung der Thuner Innenstadt wird der Raum Bahnhof/Bernstrasse für die Ansiedlung hochwertiger Einrichtungen von regionaler und überregionaler Einrichtungen attraktiv.» Während der Bau eines grossen Einkaufszentrums ausgeschlossen werde, seien verschiedene Nutzungen für Kongresse, Kultur und Freizeit denkbar. Zudem soll hier in Etappen ein verkehrsarmes Quartier mit viel Grün entstehen: «Das heute in der Landschaftsschutzzone liegende Gebiet zwischen Glockenthal und Bernstrasse soll weiterhin grün bleiben.»


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