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Freitag, 10. Januar 2003

Iseltwald: 150 Kubikmeter Fels losgesprengt

ds/S. An die 150 Kubikmeter instabile Felsmassen sind am Freitagnachmittag im Felssturzgebiet beim «Chüebalmtunnel» der Autostrasse A8 in der Gemeinde Iseltwald mit rund 40 Ladungen in Felsklüften gesprengt worden: Um 14.17 Uhr detonierten bei der aus Sicherheitsgründen vorgenommenen sogenannten Hinterlegersprengung 50 Kilogramm Sprengstoff.


Insgesamt acht Personen waren bis kurz vor der Sprengung mit den Vorbereitungen in der «Marchfluh» beschäftigt (Bild links). Um 14.17 detonierten 50 Kilogramm Sprengstoff (Mitte) und in einer grosse Staubwolke (rechts) donnerten an die 150 Kubikmeter Fels herunter. (Bilder Dora Schmid)

Obschon statt erhofften 400 Kubikmeter nur etwa 150 Kubikmeter Fels losgesprengt werden konnten, wurde die Sprengung an einer Medienorientierung als Erfolg bezeichnet: Laut dem Geologen Marc Wenger ist damit die labilste Felspartie herunter gekommen. Bei einer allfälligen Nachsprengung könnten – anders als bei der aus Sicherheitsgründen vorgenommenen sogenannten Hinterlegersprengung von heute Freitag – Bohrlöcher angebracht und damit der Sprengstoff genauer dosiert und tiefer plaziert werden. Mit einer unverzüglich angebrachten Messsonde sollen während der Nacht die Felsbewegungen überwacht werden. Morgen Samstag werde sowohl entschieden, ob und wann eine Nachsprengung notwendig erscheine und ob die evakuierten Bewohner von neun Häusern – siehe unter anderem Bericht Noch kein weiterer Felsabbruch in Iseltwald vom Sonntag, 5. Januar 2003 – zurückkehren könnten. Die Sprengung konnte von Dorfbewohnern, Medienvertretern  und anderen Interessierten – insgesamt an die 120 Personen – aus sicherer Distanz vom Brienzersee-Motorschiff «MS Jungfrau» aus beobachtet werden.

Die Schutzkonstruktion aus Baumstämmen und Strohballen hat sich bewährt.

Mit Befriedigung nahmen die Verantwortlichen sodann davon Kenntnis, dass sich die in den Vortagen errichtete Schutzkonstruktion aus Baumstämmen und Strohballen – siehe auch Bericht Iseltwald: Felssprengung am Freitag um 14 Uhr vorgesehen vom  Mittwoch, 8. Januar 2003 – bewährt habe und Schäden an den felssturzgefährdeten Häusern hätten vermieden werden können. Unter anderem waren für den Bau des Schutzwalls von einem grossen Lastentransporthelikopter vom Typ K-Max 1200 – siehe auch Berichte Am Freitag soll in Iseltwald gesprengt werden vom Dienstag, 7. Januar 2003 und Felsabbruch in Iseltwald: Sprengung frühestens am Donnerstag vom Montag, 6. Januar 2003 – an die 40 in der näheren Umgebung des Felssturzgebietes gefällte Bäume oder insgesamt rund 80 Kubikmeter Holz abgesetzt worden. – Kurz nach der Sprengung wurde laut Kantonsoberingenieur Rudolf Dieterle eine Blitzinspektion im «Chüebalmtunnel» vorgenommen. Dieterle zeigte sich zufrieden, dass die herabstürzenden Gesteinsmassen keine wesentlichen zusätzlichen Schäden verursacht hätten. Am nächsten Dienstag soll an einer weiteren Medienorientierung über die weiteren Schritte bei den Aufräumarbeiten und über weitere Sicherungsmassnahmen orientiert werden. Um die Dörfer an der gegenüberliegenden rechtsufrigen Kantonsstrasse zu entlasten, soll die Autostrasse A8 so rasch wie möglich – ein Zeitrahmen wurde noch nicht genannt – wieder sicher befahrbar gemacht werden. Voraussetzung für die Öffnung der A8 sei namentlich ein zufriedenstellender Steinschlagschutz.


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