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Dienstag, 7. Januar 2003

Am Freitag soll in Iseltwald gesprengt werden

ds/rst/isw/S. Die Sprengung von rund 150 Kubikmeter instabilem Fels in der «Marchfluh» oberhalb des «Chüebalmtunnels» der Autostrasse A8 in der Gemeinde Iseltwald am Brienzersee ist für kommenden Freitag vorgesehen. Zuvor soll mit Bäumen eine Schutzkonstruktion zur Sicherung von neun gefährdeten Häusern errichtet werden.

Der Lastentransporthelikopter «K-Max 1200» mit Anhängelast bei einem Einsatz Mitte September 1998 in steilem und unwegsamem Waldgelände zwischen Vorderharder und Harderkulm im Anflug auf die Bleiki. (Archivbild Peter Schmid)

Die Situation im Felssturzgebiet beim «Chüebalmtunnel» der Autostrasse A8 in der Gemeinde Iseltwald präsentierte sich am Dienstag unverändert und bis gegen Abend war kein natürlicher Abbruch erfolgt. Weiterhin gesperrt – siehe auch Bericht Kurzfristige Wiederinbetriebnahme der Geburtshilfe am Spital Meiringen nicht möglich / Nach der Sperrung der A8: «Medizinische Versorgung der Bevölkerung im Oberhasli ist gewährleistet» von heute Dienstag, 7. Januar 2003 – ist die Autostrasse A8 zwischen Interlaken und Brienz.

Ab morgen Mittwoch sollen Sicherungsmassnahmen für den Sturzraum in Angriff genommen werden. Vorgesehen ist nach Angaben des  zuständigen Führungsorgans eine Schutzkonstruktion mit ganzen abgeästeten Bäumen und zweieinhalb Meter hohen Strohballen zur Sicherung der evakuierten neun Wohnhäuser. Hundert Laufmeter Stroh sollen als Puffer einen zusätzlichen Bremseffekt bewirken. Mit einem grossen Lastentransporthelikopter vom Typ «K-Max 1200» – eine reine Transportmaschine für Anhängelasten – sollen an die 50 in der näheren Umgebung des Felssturzgebietes gefällte Bäume mit einem Stammdurchmesser von 55 bis 70 Zentimeter abgesetzt werden. Der Helikopter soll mit einem Greifer die Bäume direkt im Wald aufnehmen und am Zielort ablegen, wodurch eine Gefährdung von Personen am Boden vermieden werden könne. – Die «K-Max» kann nach Angaben der auf der Basis der Rhein Helikopter AG in Balzers (Liechtenstein) eingemieteten, im Frühjahr 1997 von Helikopterpiloten aus dem Berner Oberland mitgegründeten Rotex Helicopter AG – siehe auch Bericht «Ein Schwerarbeiter der Luft am Harder» vom Dienstag, 15. September 1998 – Anhängelasten bis zu 2,7 Tonnen, auf einer Höhe von 3000 Meter über Meer noch bis zu 2,5 Tonnen befördern.

Die betroffenen Gebäudeeigentümer sind nach Angaben des Regierungsstatthalteramtes Interlaken und der Gemeinde Iseltwald über das Konzept der Sprengung orientiert worden. Das Einverständnis der Grundeigentümer liege vor. Nach dem Felsabbruch vom vergangenen Samstag – siehe auch Berichte Strassentunnel am Brienzersee durch Felssturz verschüttet vom Samstag, 4. Januar 2003 und Noch kein weiterer Felsabbruch in Iseltwald vom Sonntag, 5. Januar 2003 – waren 16 Bewohner aus neun Häusern evakuiert worden, weil sich nach Schätzungen von Geologen der Felsen weiter in Bewegung befinde und mögliche Felsabbrüche befürchtet wurden. Auch mit den Versicherungsgesellschaften sei hinsichtlich eines nicht ganz vermeidbaren Restrisikos eine Übereinkunft erzielt worden. Die Sprengung soll am Freitag vorgenommen werden: «Der genaue Termin wird – je nach Stand der Vorbereitungsarbeiten – am Mittwochabend bekanntgegeben werden können.»


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