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Sonntag, 5. Januar 2003

Noch kein weiterer Felsabbruch in Iseltwald

pkb/ds/S. Die Lage im Gebiet des Felsabbruchs, der am Samstag kurz nach Mittag einen Teil des «Chüebalmtunnels» der Autostrasse A8 in der Gemeinde Iseltwald verschüttet hat, hat sich am Sonntag etwas beruhigt. Es ist kein weiterer Felsabbruch erfolgt. Alle Massnahmen – Evakuierungen und weiträumige Absperrung – bleiben unverändert bestehen.

Der nach den Felsstürzen vom 21. Februar 1996 gebaute Schutzdamm (Bild) soll zum Schutz des Siedlungsraums erweitert werden. (Archivbild Peter Schmid)

Bis Montagmittag soll zugewartet werden, ob sich die noch nicht abgebrochenen instabilen Felspartien von selber lösen. Erst wenn die instabile Felspartie – siehe auch Bericht Strassentunnel am Brienzersee durch Felssturz verschüttet vom Samstag, 4. Januar 2003 – mit oder ohne eine allfällige Sprengung herunter gekommen sei, könnten nach der Reinigung des Felsens weitere Schutzmassnahmen vorgekehrt werden. Der Schutzwald sei durch die jüngsten Felsabbrüche in diesem Bereich der «Marchfluh» zerstört worden. Der nach den Felsstürzen vom 21. Februar 1996 gebaute Schutzdamm soll zum Schutz des Siedlungsraums erweitert werden. – Nach der Lagebeurteilung des zuständigen Führungsorgans vom spätern Sonntagnachmittag wurden in einem Communiqué und an einer Medienorientierung zusammenfassend folgende Informationen veröffentlicht: Nach wie vor seien bei der Kantonspolizei Bern keine Personen als vermisst gemeldet. Aufgrund der Zeugenaussagen und der Dimension des Schuttkegels – an der Einschlagstelle im Tunnel soll er nur etwa fünf bis zehn Meter breit sein – könne mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass keine Personen zu Schaden gekommen sind. Die Evakuierungsmassnahmen blieben unverändert bestehen: «Das Gebiet ist weiträumig abgesperrt und darf nicht betreten werden.» Von den 16 evakuierten Personen seien fünf an ihren Wohnsitz in der Region Basel zurückgekehrt. Die elf einheimischen Evakuierten, darunter zwei Kinder, seien bei Bekannten untergebracht worden und dürften ebenfalls bis auf weiteres nicht in ihre Häuser zurückkehren. Die Autostrasse A8 zwischen Interlaken und Brienz bleibe voraussichtlich für längere Zeit gesperrt und der Verkehr werde über die rechtsufrige Brienzerseestrasse umgeleitet. Am Montag sei ein weiterer Rekognoszierungsflug vorgesehen: «Wenn keine Abbrüche erfolgen, werden Aktivmassnahmen wie Felsreinigung und Felssprengung eingeleitet.»


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