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Jungfraujoch: Idee einer ergänzenden Schnellverbindung

Mit einer Machbarkeitsstudie will die Jungfraubahn Holding AG die Idee einer leistungsfähigen Schnellverbindung auf das Jungfraujoch (3454 Meter über Normalnull) als Ergänzung zur bestehenden Zahnradbahn prüfen lassen. Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz zweifelt an einer besseren Nutzung des Marktpotentials ohne Beeinträchtigung der Landschaft.

pd/bns. Die Geschäftsleitung der Jungfraubahnen hat laut einer Medienmitteilung die Ingenieurunternehmung Bern AG mit der Ausarbeitung einer Machbarkeitsstudie beauftragt. Diese soll zeigen, ob und wie eine solche neue Tunnelverbindung – etwa als Schnellaufzug oder Standseilbahn – vom Lauterbrunnental auf das Jungfraujoch realisiert werden könnte, ohne dass bisher unberührte Flächen im Hochgebirge tangiert würden: «So soll die einmalige Landschaft in und um das Unesco-Welterbe nicht beeinträchtigt werden.»

Bevor eine Realisierung in Angriff genommen werden könne, heisst es im weiteren, müssten geologische Gutachten erarbeitet und die ganze Anlage mit all ihren Aspekten in enger Zusammenarbeit mit den Behörden, Umweltorganisationen und Landeigentümern geplant werden: «Auch die medizinische Verträglichkeit einer raschen Überwindung von 2600 Höhenmeter in einem Schnellaufzug müssen geprüft werden.»

Bis zum heutigen Zeitpunk sei mit Ausnahme einer groben geologischen und technischen Beurteilung noch keine weitere Planung erfolgt: «Eine solche Verbindung würde neue Wachstumsperspektiven eröffnen und die touristische Attraktivität der Jungfrauregion ohne Beeinträchtigung der einmaligen Hochgebirgslandschaft stärken.» Eine Machbarkeitsstudie soll nun die Realisierbarkeit dieses Vorhabens aufzeigen. Die weiteren Abklärungen sollen in enger Zusammenarbeit mit der Region und den interessierten Verbänden und Organisationen erfolgen.

Die Idee einer ergänzenden Schnellerschliessung des Jungfraujochs knüpfe an die Tradition des Bahngründers Adolf Guyer-Zeller an, der vor über hundert Jahren eine damals völlig futuristische Vision initiiert habe: «Die geplante Ergänzungserschliessung mit dem weltweit längsten Tunnel-Liftsystem würde eine noch bessere Nutzung des Marktpotentials praktisch ohne Beeinträchtigung der Landschaft ermöglichen.»

Die touristische und historische Attraktivität der im Jahr 1912 fertiggestellten Zahnradbahn soll dabei gestärkt werden, indem Gäste entweder bei der Berg- oder Talfahrt den Schnellaufzug benutzen könnten. Durch eine von den Junbgfraubahnen erwartete klare Reduktion der Fahrzeiten würde die Reise auf das Jungfraujoch auch als Halbtagesausflug möglich werden.

«Hochgebirgserlebnis im Ruckzuckverfahren»
Die von den Jungfraubahnen präsentierte Projektidee einer Schnellverbindung auf das Jungfraujoch führt nach Auffassung der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL) unweigerlich zu einem erhöhten Nutzungsdruck und nicht zu einer Stärkung der touristischen Attraktivität. Die SL fordert in einer Medienmitteilung stattdessen mehr Mut zur Langsamkeit. – Das weitere Communiqué im Wortlaut: «Der langsame Aufstieg auf das Jungfraujoch mit der Zahnradbahn, wo man den Höhenunterschied buchstäblich spürt, ist offensichtlich dem heutigen globalen Fastfoodtourismus zu langsam und zu beschaulich. Eine neue Tunnelverbindung soll gemäss Jungfraubahnen das Jungfraujoch zu einem Halbtagesausflugsziel machen und mehr Leute auf 3471 Meter über Meer zu bringen. Die SL steht der heute präsentierten Idee sehr kritisch gegenüber und zweifelt an einer besseren Nutzung des Marktpotentials ohne Beeinträchtigung der Landschaft. Denn das Ziel der Jungfraubahnen scheint klar zu sein: Mehr Leute auf den Berg zu bringen und neue Märkte zu eröffnen. Nur stellt sich die Frage, wo sich denn all die Touristen auf dem Berg aufhalten und verpflegen sollen. So erfordert eine Kapazitätserhöhung bei der Bahn wiederum eine Anpassung und Erweiterung der Infrastrukturen auf dem Joch. Zudem erhöht sich der Nutzungsdruck auf die Hochgebirgslandschaft, die Teil des Unesco-Weltnaturerbes ist und in einer national geschützten Landschaft (BLN-Gebiet) liegt. Zweifelhafte Events wie die Kick-off-Veranstaltung der Fussball-EMxxx08 sowie die Redbull-Jungfraustafette sollen nicht noch weiter zunehmen. Landschaftserlebnis im Hochgebirge im Ruckzuckverfahrenxxx– diese von den Jungfraubahnen heute präsentierte Strategie und Projektidee ist aus SL-Sicht sehr fragwürdig. Die historische Zahnradbahn, die als internationales Kulturgut gilt, wird mit dieser Konkurrenz unnötig in Frage gestellt. Es wäre an der Zeit, zum Erleben und Geniessen solch herausragender Landschaften vermehrt auf Langsamkeit zu setzen.»
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