Berner Oberl@nd News
 
Donnerstag, 1. Oktober 1998

Hapimag peilt jetzt 110 Appartements an
 
Noch kein generelles Baugesuch für Aparthotel Belvédère Interlaken im Oktober

S. Entgegen einer ursprünglichen Absicht können im Laufe Oktober 1998 weder die Unterlagen zu einer Änderung der Überbauungsordnung Belvédère noch allenfalls gleichzeitig ein generelles Baugesuch für eine Hotelanlage auf dem Belvédère-Areal in Interlaken angepeilt werden jetzt laut Hapimag Verwaltungs- und Vertriebsgesellschaft Havag AG in Baar 110 Appartments eingereicht werden: Verschiedene Projektänderungen haben laut Hapimag-Bauprojektleiter Peter Beer dazu geführt, dass dies noch einige Monate dauern könnte.
 

Das Modell des ursprünglich mit 140 Wohnungen geplanten Aparthotels (Archivbild: Peter Schmid)
 

Den frühestmöglichen Zeitpunkt für einen Baubeginn sieht der Hapimag-Bauprojektleiter gegen Ende des Jahres 1999. Die Investition für eine Anlage mit 110 Appartements sollen sich ohne Landkosten auf etwa 25 Millionen Franken belaufen. Das ursprüngliche Projekt mit 140 Appartements hatte mit Investitionen von rund 30 Millionen Franken ohne Grundstückanteil gerechnet. In seiner schriftlichen Antwort vom vergangenen September auf eine einfache Anfrage von Ursula von Allmen erinnert der Gemeinderat daran, dass die Interlakner Stimmberechtigten am 28. September 1997 der Überbauungsordnung Belvédère zugestimmt hätten, die eine Hapimag-Anlage mit mindestens 140 Appartements vorgesehen habe. Mündlich am 22. Dezember 1997 und schriftlich am 7. Januar 1998 habe die Hapimag erklärt: «Die in der Überbauungsordnung definierte Grösse der Anlage wird auf ca. 80 Wohnungen (zusätzlich ca. drei bis vier Personalwohnungen) reduziert.» Nach Rücksprache mit dem Amt für Gemeinden und Raumordnung habe der Gemeinderat der Hapimag am 27. Januar 1998 mitgeteilt, dass eine solche Reduktion der Einheiten nur über das ordentliche Verfahren einer Änderung einer Überbauungsordnung erfolgen könne, also mit erneuter Volksabstimmung. Daraufhin habe am 16. März 1998 ein Gespräch einer Delegation der Hapimag mit dem Gesamtgemeinderat stattgefunden mit dem Ergebnis, «dass die Hapimag bis Ende März 1998 der Gemeinde die überarbeitete Anzahl Einheiten/Betten vorlegen werde, mit dem Ziel, die Anpassungen der Überbauungsordnung im vereinfachten Verfahren durchführen zu können». Nach Eintreffen der benötigten Angaben habe der Gemeinderat am 20. April 1998 beschlossen und dies der Hapimag am 22. April 1998 schriftlich mitgeteilt, dass er bereit sei, eine Änderung der Überbauungsordnung Belvédère im Verfahren für geringfügige Änderung vorzunehmen, wenn die geänderten Überbauungsvorschriften mindestens 110 Einheiten bei unveränderten Infrastrukturbauten enthalten würden. Das vom Gemeinderat in diesem Schreiben angebotene Gespräch sei von der Hapimag verlangt worden und habe am 19. Juni 1998 stattgefunden: «Die Vertretung der Hapimag hat dabei den Entwurf eines Vorprojektes präsentiert, das die Einheitenzahl annähernd erfüllt.»

Ursprünglich hatte die Hapimag vorgesehen, mit Investitionen von 30 Millionen Franken ohne Grundstückanteil auf dem Belvédère-Areal ein Aparthotel mit etwa 140 Ferienwohnungen von gehobener Ausstattung zu errichten und selber zu betreiben. Die Eröffnung des Aparthotels war auf das Jahr 2000 geplant. Die Ausgestaltung der geplanten Hapimag-Anlage hätte sich wie im Dezember vergangenen Jahres im Zusammenhang mit dem Mitwirkungsverfahren detailliert berichtet am Erscheinungsbild eines üblichen Hotels orientieren sollen. Das Aparthotel hätte 100 Zweizimmerwohnungen, 25 Dreizimmerwohnungen und 15 Studios umfassen sollen. Im weiteren war vorgesehen gewesen, den Gästen in den Ferienwohnungen alle hotelüblichen Einrichtungen zur Verfügung zu stellen.

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