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Dienstag, 16. Mai 2000

Autobahn-Vollanschluss Interlaken West bis Herbst 2001

Der Kreisel Neuhaus nimmt Gestalt an – auch der umprojektierte Kreisel Lütscheren im Bau

S. Im Zuge des Vollausbaus des Autobahnanschlusses Interlaken West wird zurzeit der Zubringer – er soll überdies als Veloverbindung dienen – durch einen neuen Kreisel mit der rechten Thunerseestrasse verbunden. Der neue Kreisel ist voraussichtlich Mitte Juni fertiggestellt. Auch mit dem Bau des wegen geologischer Probleme in der Felswand bei der Lütscheren gegenüber der ursprünglichen Planung um 40 Meter in Richtung Bern verschobenen Kreisels Lütscheren ist nach Angaben des kantonalen Tiefbauamtes bereits begonnen worden. Wegen der Umprojektierung – auch die geplante neue Brücke über die Bahnlinie müsse entsprechend verschoben werden – verzögere sich die Inbetriebnahme des Vollanschlusses bis Herbst 2001.

Im Bereich Neuhaus werden der Autobahnzubringer und das lokale Strassennetz mit einem neuen Kreisel verbunden. (Foto: Peter Schmid)

Wegen der Verschiebung der geplanten neuen Brücke über die BLS-Linie verzögert sich nach Angaben von Projekleiter Aldo Quadri vom Kantonalen Tiefbauamt die ursprünglich bis zum Beginn der Sommersaison 2001 vorgesehene Inbetriebnahme des Autobahn-Vollanschlusses bis Herbst kommenden Jahres. Aus der Umprojektierung – für den Umbau des Halbanschlusses Interlaken West der A 8 zu einem Vollanschluss wurden Kredite von insgesamt 8,3 Millionen Franken bewilligt – resultieren nach Angaben von Projekleiter Aldo Quadri nur geringe Mehrkosten. Die Inbetriebnahme des Vollanschlusses verzögere sich namentlich dadurch, dass sich wegen der schlechten Bodenbeschaffenheit am neuen Standort erforderliche Aufschüttungen für die Brückenfundamente vorerst während etwa sechs Monaten setzen müssten, ehe mit dem Bau der neuen Brücke über die BLS-Linie im Frühjahr 2001 begonnen werden könne.

Der heutige Autobahn-Halbanschluss Interlaken West der A 8 soll bis zum Herbst 2001 zu einem Vollanschluss ausgebaut sein.

Die Verzögerung beim Umbau des heutigen Autobahn-Halbanschlusses Interlaken West der A 8 zu einem Vollanschluss zeichnete sich bereits im vergangenen März ab: Eine geologische Begutachtung der Felswand bei der Lütscheren – siehe auch Bericht «Verzögerung beim Vollausbau des Autobahnanschlusses Interlaken West» vom Freitag, 10. März 2000 – hatte nach Angaben des kantonalen Tiefbauamtes ergeben, dass die Felsqualität schlechter als erwartet sei.

Die Bauarbeiten waren Ende September vergangenen Jahres – siehe auch Bericht «Umbau zum Vollanschluss beginnt mit Rodungsarbeiten / Autobahnanschluss Interlaken West: Besser mit dem lokalen Strassennetz verbunden» vom Freitag, 10. September 1999 – in Angriff genommen worden. Das Projekt hatte laut Tiefbauamt – siehe auch Bericht «Voraussichtliche Bauzeit etwa zwei Jahre – Baubeginn für Autobahn-Vollanschluss Interlaken-West in Sicht» vom Donnerstag, 4. Februar 1999 – vorwiegend ergänzende bauliche Massnahmen vorgesehen: «Die bestehenden Tragkonstruktionen werden unverändert weiter benutzt.»

Mit den baulichen Veränderungen werden nach Angaben des Tiefbauamtes insbesondere folgende Ziele anvisiert:

– Vollständige Verknüpfung der Nationalstrasse A 8 mit dem lokalen Strassennetz westlich der Bödeligemeinden Interlaken, Matten und Unterseen.

– Nutzung des Zurbingers Rechtes Thunerseeufer zur Entlastung der neuralgischen Verbindung über den Bahnübergang zwischen Unterseen und Interlaken (beim Bahnhof Interlaken West) unter gleichzeitiger Verknüpfung mit den Kantonsstrassen am rechten und linken Seeufer (Bau von zwei Kreiseln).

– Nutzung des Viadukts über BLS-Trassee, Schiffahrtskanal und Aare als Zweiradverbindung zwischen linkem und rechtem Thunerseeufer. Dies ermöglicht auch eine zweckmässige Führung der Aare- und Seen-Routen des Velolandes Schweiz auf dem Bödeli und über den geplanten beziehungsweise jetzt im Bau begriffenen Zweiradanschluss Weissenaustrasse.

– Nachhaltige Verbesserung der Schulwegverbindung zwischen Därligen und Interlaken, indem ein von der Gemeinde Interlaken zu erstellender Radweg zwischen BLS-Bahnlinie und Schiffskanal mit dem geplanten Vollanschluss verknüpft werden kann.

«Besser mit dem lokalen Strassennetz verbinden»: Auch im Bereich «Neuhaus» wird der Zubringer – er soll überdies als Veloverbindung dienen – durch einen neuen Kreisel mit der rechten Thunerseestrasse verbunden. (Archivbild: Peter Schmid)

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