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Donnerstag, 18. Mai 2000

«Ein schwieriges Geschäftsjahr 1999»

Komplette Neubesetzung auch im Hapimag-Verwaltungsrat

mtg/S. Der Verwaltungsrat des international tätigen Touristikunternehmens Hapimag in Baar (Kanton Zug) stellt sich an der Generalversammlung vom 24. Juni 2000 in corpore nicht mehr zur Wahl. Neu soll Riccardo G. Gullotti dem Verwaltungsrat der Hapimag vorstehen. Weiter werden laut einer Medienmitteilung zur Wahl in den Verwaltungsrat vorgeschlagen: Harald Früchtenicht, Jochen Gutbrod, Stefan H. Schalch und Marisabel Spitz Kaspar.

Im Sommer 2002 – siehe auch Bericht «Baulücke am Interlakner Höheweg wird geschlossen / Offizieller Hapimag-Spatenstich für 35-Millionen-Franken-Projekt auf dem Belvédère-Areal» vom Dienstag, 25. Januar 2000 – soll ein neues Hapimag-Aparthotel mit 105 Wohneinheiten – Gesamtkosten einschliesslich Landerwerb rund 35 Millionen Franken – eröffnet werden.

An der Bilanzmedienkonferenz von gestern Mittwoch informierte Verwaltungsratspräsident Walter Bippus über die anstehenden Neuwahlen des Verwaltungsrates des international tätigen Schweizer Touristikunternehmens Hapimag an der nächsten Generalversammlung. Dabei betonte Bippus laut einer Medienmitteilung, dass mit der kompletten Neubesetzung auch auf Verwaltungsratsebene ein Zeichen für die grundlegende Erneuerung in der Unternehmensführung gesetzt werden soll: «Mit der Einsitznahme ausgewiesener Branchenspezialisten wie Riccardo G. Gullotti – ehemals Verwaltungsrats- und Direktionspräsident der Kuoni AG – werde dies nach aussen und innen klar zum Ausdruck gebracht.»

In seinem Rückblick stellte Geschäftsführer Marco Hartmann fest, dass Hapimag im vergangenen Herbst ein eigentliches Turnaround-Projekt eingeleitet habe. Trotz erster Erfolge im vierten Quartal 1999 blicke Hapimag aber auf ein schwieriges Geschäftsjahr 1999 zurück: «Der Gesamtumsatz (Fakturavolumen) verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um sechs Prozent auf 264,7 Millionen Franken (1998: 281,4 Millionen Franken).» Der Umsatzrückgang bei den Ferienwohnrechtsprodukten (Aktien und Ferienpässen) sowie ein massiver Buchungseinbruch für die Ferienanlage in der Türkei, als Folge politischer Unsicherheiten und der Erdbebenkatastrophe, hätten zu diesem unbefriedigenden Ergebnis geführt. Obwohl die Verkäufe im zweiten Halbjahr 1999 wieder deutlich anzogen hätten, konnten laut Medienmitteilung mit 11'930 verkauften Einheiten die Vorjahreszahlen (13'919) nicht mehr erreicht werden. Entsprechend seien dem Unternehmen auch weniger Jahresbeiträge zugeflossen als budgetiert. In der Folge schliesse die Jahresbeitragsrechnung negativ ab. Gesamthaft resultiere eine Unterdeckung von 9,9 Millionen Franken. Sie sei systemkonform den Rücklagen belastet worden: «Die gesunde Kapitalstruktur des Unternehmens zeigt trotzdem weiterhin eine solide Substanz und bildet so die Basis für eine erfolgreiche Geschäftstätigkeit in der Zukunft.»

Die Zahl der Hapimag-Partner wuchs laut Medienmitteilung von 122'398 auf 126'536 (plus 3,4 Prozent). Davon stammten 89'800 aus Deutschland, 11'800 aus der Schweiz, 8900 aus Österreich und 8800 aus den Niederlanden. Die Zahl der Übernachtungen habe sich infolge Schliessung einiger Ferienanlagen für Renovationsarbeiten auf 2'886'072 (Vorjahr 2'956'813) reduziert, während sich die effektive Auslastung bei hohen 88,4 Prozent eingependelt habe (Vorjahr 88,5 Prozent): «Den Partnern standen im Berichtsjahr 4822 Appartements in 16 Ländern zur Verfügung.» Neu zur Angebotspalette stiessen nach Angaben der Hapimag 20 Hausboote in Frankreich, 66 Appartements in Ascona, 43 Stadtwohnungen in Paris und 66 Hotelzimmer in London. Die Dienstleistungspalette in den Ferienzielen wie auch im Administrationsbereich seien weiter ausgebaut worden: «81 Prozent der Partner sind gemäss der laufend erhobenen Umfragen mit Hapimag zufrieden.

Positiv äusserte sich Marco Hartmann laut Medienmitteilung zum bisherigen Geschäftsverlauf im Jahr 2000: Die Verkäufe im ersten Quartal wiesen auf einen Aufwärtstrend hin. So seien in der Vergleichsperiode gegenüber 1999 1200 Einheiten (+55 Prozent) mehr verkauft worden: «Mit einer Neuausrichtung des Unternehmens und einem stärkeren Fokus auf die Zielgruppe Familien will das Unternehmen mittelfristig auch seinen Partnerstamm markant steigern.»

Hapimag ist laut Medienmitteilung eine international führende Anbieterin von qualitativ hochstehenden Ferien im Wohnrechtssystem und sei mit 37 Jahren eines der traditionsreichsten Unternehmen der Branche: «Hapimag Partner können in sämtlichen Ferienanlagen im Rahmen eines Punktesystems frei von Miete Urlaub machen.» Das Unternehmen beschäftig weltweit über 1300 Mitarbeiter.

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