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Freitag, 5. Mai 2000

Vier Berggänger in Gletscherspalte gestürzt

Ein Todesopfer und drei Verletzte im Jungfraujoch-Gebiet

pkb/S. Bei einem Bergunfall im Gebiet des Jungfraujoch ist am Mittwoch eine britische Berggängerin ums Leben gekommen. Nach Angaben des Untersuchungsrichteramts Oberwallis in Visp – die Unfallstelle liegt auf Walliser Boden – wurden drei weitere Personen verletzt. Wegen des schlechten Wetters konnte laut einer Medienmitteilung das Todesopfer erst am Donnerstag durch die Air-Glaciers in Zusammenarbeit mit der Rettungsstation Lauterbrunnen geborgen werden.

Eine 56-jährige britische Staatsangehörige erlitt beim Sturz  laut der von der Kantonspolizei Bern verbreiteten Medienmitteilung so schwere Verletzungen, dass sie noch auf der Unfallstelle starb. Ein kanadischer Berggänger sei mittelschwer verletzt worden; er wurde laut Medienmitteilung von der Rettungsflugwacht ins Spital transportiert. Ein Brite und ein kanadischer Bergführer hätten leichte Verletzungen erlitten: «Sie konnten nach ambulanter ärztlicher Behandlung wieder entlassen werden.»

Im Rahmen einer Tourenwoche hatte laut Medienmitteilung der kanadischer Bergführer am Mittwoch Mittag, 3. Mai 2000, mit vier Gästen aus Schottland und Kanada auf dem Jungfraujoch praktische Übungen im Bereich einer breiten Gletscherspalte durchgeführt. Die fünf Personen hätten sich unterhalb des Sphinxstollens, auf Gemeindegebiet von Fieschertal VS befunden: «Beim Erstellen von Skiverankerungen oberhalb des Spaltenrandes brach die Seitenwand der Gletscherspalte unter den fünf Personen plötzlich zusammen.» Vier Personen seien auf den Grund der etwa sechs Meter tiefen Spalte gestürzt. Ein etwas weiter vom Spaltenrand entfernter kanadischer Teilnehmer sei unverletzt geblieben und habe auf dem Jungfraujoch Hilfe angefordert: «Der Rettungseinsatz erfolgte durch die Air Zermatt und den SAC Fiesch.»

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