Berner Oberland News
Aktuelle Frontpage (http://www.beo-news.ch)
Leserbriefe und Bestellung von Bildern in druckfähiger Auflösung (E-Mail p.schmid@beo-news.ch)

Dienstag, 21. August 2001

Erlössteigerung von acht Prozent – Ausblick vielversprechend

Grand Hotel Victoria-Jungfrau AG: Konzern-Halbjahresbericht 2001

vj/S. Die beiden Betriebe Victoria-Jungfrau Grand Hotel und Spa, Interlaken und Palace Luzern haben im ersten Halbjahr des Jahres 2001 eine Erlössteigerung von acht Prozent verzeichnen können. Der konsolidierte Erlös betrug laut einer Medienmitteilung 28,376 Millionen Franken. Erfahrungsgemäss sei für die beiden Hotels das erste Halbjahr das umsatzschwächere: Festwochen in Luzern und Ferienzeit in Interlaken belebten vor allem die zweite Jahreshälfte:«Dennoch konnten die starken Vorjahreszahlen mit einer Frequenzsteigerung von sechs Prozent übertroffen werden.»

Nach 115 Jahren in alter Pracht wiedererstanden:
Der festliche Saal der «Jungfrau Brasserie» im Stil der Belle Époque mit reichen Decken- und Wanddekorationen und hervorragenden Malereien aus dem späten 19. Jahrhundert im östlichen Flügel des Interlakner Grand Hotels Victoria-Jungfrau. (Fotos: Peter Schmid)

Das Betriebsergebnis l (Umsatz abzüglich direkte Betriebskosten, als aussagekräftigster Vergleichswert in der Schweizer Hotellerie) hält sich laut Medienmitteilung auf guten 31,1 Umsatzprozenten bei einer leichten, frankenmässigen Verbesserung: «Durch höheren Einsatz von Mitteln für den Unterhalt der Anlagen und Einrichtungen fällt der EBITDA mit 22 Prozent plankonform aus.» Der Cashflow von 15 Umsatzprozenten für das schwächere erste Halbjahr vermittle Zuversicht auf ein ansprechendes Geschäftsjahr.

«Die Währungsverhältnisse zum Schweizer Franken hatten sich in den letzten Jahren kaum günstiger gestellt als jetzt», heisst es in der Mitteilung im weiteren: «Die Stärke des englischen Pfundes und des US-Dollars lassen die Angebote überaus attraktiv erscheinen.» Dennoch sei – im Zuge einer wirtschaftlichen Verunsicherung – aus den USA ein abfallendes Interesse für Kongresse und Incentive-Veranstaltungen zu verzeichnen. Dafür erfahre die Nachfrage von Individualgästen aus diesen Märkten eine Belebung. Das Victoria-Jungfrau und das Palace Luzern hätten es in den letzten Jahren verstanden, durch ein zielstrebiges Marketing auf die Veränderungen der Rahmenbedingungen vorzeitig einzugehen: «Die Investitionen in die Restaurationsbetriebe in beiden Betrieben tragen bereits erste Früchte, sei dies durch eine gesteigerte Gästezufriedenheit, verbesserte Resultate oder durch Spitzenrangierungen in den Medien.»

Im laufenden Geschäftsjahr wird nach Angaben des Konzerns für die beiden Hotelbetriebe ein Cashflow (Ergebnis vor Abschreibungen) leicht unter dem Rekord-Vorjahresniveau, aber klar über den vergleichbaren Werten der Jahre 1998 und 1999 erwartet: «Unter Berücksichtigung der nach  FER-Richtlinien vorgegebenen betriebswirtschaftlich notwendigen Abschreibungen dürfte das Konzernergebnis auf Ende Jahr jedoch wiederum ein Niveau erreichen, das deutlich über dem Branchenvergleich liegen wird.»

Victoria-Jungfrau

Die Nachfrage nach individuellen Ferienaufenthalten hielt laut Halbjahresbericht unverändert an: «Mit der Schaffung neuer Tagungsräumlichkeiten, insbesondere durch das Conference-Center Côté Jardin, liess sich der positive Trend der Auslastung weiter fortsetzen.» Der Rückgang an Incentive-Programmen habe durch die vorgängig erwähnten Segmente und Gruppen aufgewogen werden können: Die Zimmerbelegung sei auf durchschnittlich 71,2 Prozent angestiegen. Die neuen Restaurants «Jungfrau Brasserie» und «La Pastateca» – siehe auch Bericht «Belle-Époque-Restaurant in Interlaken kunstvoll restauriert» vom  Dienstag, 29. Mai 2001 – erfreuten sich bei der Gästeschaft seit der Eröffnung am 29. Mai 2001 bereits grösster Beliebtheit. Der Hotelgast habe in dieser Zeitspanne im Durchschnitt gesamthaft 457 Franken pro Tag ausgegeben. Der durchschnittlich erzielte Zimmerpreis sei um 6 Prozent auf 372 Franken angestiegen. Die Aussichten für die zweite Jahreshälfte stimmten zuversichtlich: «Unter Berücksichtigung einer markant gestiegenen Lohnbelastung, jedoch erhöhten Erlösen, sieht das Interlakner Flaggschiff-Hotel einem im Schnitt der letzten drei Jahre guten Geschäftsabschluss entgegen.»

Palace Luzern

Schon fast zur Tradition geworden sind laut Halbjahresbericht 2001 die Renovationsarbeiten im Winter. So habe nach einer Rekordumbauzeit von nur sieben Wochen Ende März ein neues Restaurant unter dem Namen «Les Artistes» seinen Betrieb aufnehmen können. Im ersten Halbjahr sei die Zimmerbelegung auf 52 Prozent angestiegen. Der durchschnittliche Zimmererlös von 287 Franken sei drei Prozent höher als im Vorjahr ausgefallen. Der Gast habe in dieser Zeitspanne 333.70 Franken pro Tag ausgegeben. Dadurch habe sich der Gesamterlös um acht Prozent gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres anheben lassen. «Der Ausfall von Incentive-Programmen aus den USA schlug mit einem Rückgang von 27 Prozent der Amerikaner-Übernachtungen zu Buche. Dagegen zeigten die Marketinganstrengungen um den Heimmarkt und dieselben für Grossbritannien markante Steigerungen.» Die Herbstmonate seien ansprechend gebucht, so dass die Vorjahreserlöse auch für das Jahr 2001 übertroffen werden sollten.



Sunstar **** Ihr Vierstern-Hotel in Grindelwald 
Aktuelle Frontpage
(http://www.beo-news.ch)
Leserbriefe und Bestellung von Bildern in druckfähiger Auflösung
(E-Mail p.schmid@beo-news.ch)

Herausgegeben von Peter Schmid, Freier Journalist, Kreuzli, CH-3852 Ringgenberg / Redaktionsstube Ringgenberg Telefon +41 (33) 821 10 61 und Fax +41 (33) 821 10 64 / Natel  +41 (79) 427 45 78 / Wohnung (privat) +41 (33) 821 10 60 / Postcheckkonto 40-71882-7

Zurück an den Seitenanfang