Berner Oberland News
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Freitag, 3. August 2001

Schwerer Borkenkäferbefall im Ringgenberger Schutzwald

prr. Seit Tagen heulen die Motorsägen oberhalb des Dorfes Ringgenberg. Grund: Auf einer Höhe von 800 bis 1000 Meter über Meer – vom Blatti zur Heiterrüti und weiter westlich –  ist der Schutzwald oberhalb des Dorfes als Spätfolge des Lotharsturmes vom Dezember 1999 stark vom Borkenkäfer befallen worden. Es muss damit gerechnet werden, dass in diesem Jahr gegen 400 Fichten gefällt werden müssen, was mehr ist als der gesamte Hiebsatz der Gemeinde in einem Jahr.

Bereits hat die zeitweise mit einem Mann der Baugruppe verstärkte Forstgruppe der Gemeinde gegen 200 Bäume gefällt und gerindet. Mindestens weitere 200 Bäume müssen aber in den nächsten Tagen noch gefällt und geedert werden. Beim Edern wird die Rinde mit einem auf die Motorsäge aufgesetzten Hobelfräskopf zerhackt und die Larve sowie Jungkäfer des Borkenkäfers so zerstört. Das Holz kann indessen zumindest im Moment nicht weiterverarbeitet werden und bleibt somit bis auf weiteres möglicherweise grösstenteils auf ewig im Wald liegen.

Förster Fritz Fankhauser und seine Mannen leisten ihr Möglichstes. Die Forstgruppe hätte indessen dringend verstärkt werden sollen. Dies ist aber nur mit Fachkräften möglich, die im Moment schweiz- oder gar europaweit allerdings schlichtweg nicht verfügbar sind, das heisst bereits an anderen Orten eingesetzt werden. Die Privatwaldbesitzer werden auch auf diesem Wege aufgerufen, ihre Baumbestände sofort auf Käferbefall zu kontrollieren, nach Möglichkeit befallene Bäume sofort zu fällen und zu rinden und dem Gemeindeförster Fritz Fankhauser in jedem Falle Meldung zu erstatten (079 600'84'70).

Düstere Aussichten für die nächsten Jahre: Leider muss damit gerechnet werden, dass sich der Käferbefall im nächsten Jahr – und möglicherweise gar auch noch 2003 – wiederholen wird. Obwohl die Gefahr erkannt worden ist und die verantwortlichen Organe ihr Möglichstes gegen die Dezimierung des Käfers unternehmen, muss leider damit gerechnet werden, dass am Hardergrat bald noch weitere Flächen entstehen werden, wie sie seit «Lothar» bereits entlang der Harderbahn weitherum sichtbar sind.

Personelles

Da die finanzielle Situation der Gemeinde in den nächsten Jahren kaum mehr Investitionen zulassen wird und von dieser Situation auch die Elektrischen Anlagen betroffen sind, wurde das Arbeitsverhältnis mit dem zweiten Mann des Regiebetriebes der Gemeinde aufgelöst. Dieser Schritt fiel den Verantwortlichen Behörden der Gemeinde nicht leicht, hat doch der betroffene Angestellte stets zur vollsten Zufriedenheit des Arbeitgebers gearbeitet. Erfreulicherweise konnte für den Mitarbeiter in einem benachbarten Unternehmen eine neue Stelle gefunden werden.

Ursprünglich hätte der Uferweg in der Nähe der Gemeindegrenze zu Niederried auf einer Länge von etwa 40 Meter in einem Abstand von rund 30 Meter von einem Haus unmittelbar am Seeufer entlangführen sollen. (Fotos: Peter Schmid)

Uferwegführung bei der Gemeindegrenze Ringgenberg-Niederried

Nach jahrelangen «Übungen» – siehe unter anderem auch Bericht «Nur zu einem kleinen Teil ufernahe Wegführung» vom Samstag, 12. September 1998 –  konnte mit dem betroffenen Grundeigentümer und den kantonalen Amtsstellen erfreulicherweise eine einvernehmliche Lösung gefunden werden: Der Uferweg wird im entsprechenden Abschnitt hinter dem bestehenden Ferienhaus geführt. Der fragliche Detailplan musste nochmals öffentlich aufgelegt werden – er liegt noch bis zum 13. August 2001 auf der Gemeindeverwaltung auf – und bedarf später noch der Genehmigung durch die Gemeindeversammlung.

Lärmklage von Goldswilern

Der Ringgenberger Gemeinderat nahm Kenntnis von einer Eingabe von verschiedenen Personen aus Goldswil an das Polizeiinspektorat Interlaken. Die Schreibenden verlangten insbesondere Lärmreduktionen auf dem Fussballplatz Lanzenen, ein Verbot für Auto- und Motorradrennen auf dem Flugplatz Interlaken, Lärmschutzmassnahmen bei den Abstellgleisen am Ostbahnhof und noch verschiedene andere, kleinere Lärmreduktionsmassnahmen.

Auf der Südseite der Beundenstrasse (Bild) ist ein unterirdisch mit dem bestehenden Kurhaus Alpina auf der gegenüberliegenden Strassenseite verbundener zweigeschossiger Erweiterungsbau mit zehn Doppelzimmern und einer teilweise überdachten Terrasse geplant.

Bauwesen

Das Baugesuch der Kurhaus Alpina AG für den Neubau des Nebengebäudes südlich der Beundenstrasse – siehe auch Bericht «Unterirdische Verbindung mit dem bestehenden Kurhaus geplant» vom Mittwoch, 13. September 2000 – wurde in befürwortendem Sinne an das Regierungsstatthalteramt Interlaken weitergeleitet. – Der Hans Frutiger AG und den Eheleuten Rufer-Aemmer wurde für den Bau eines Doppel-Einfamilienhauses die Baubewilligung erteilt. – Für den Neubau des Reservoirs Muri wurden die Elektrischen Installationen an die F. Steiner Elektro AG und die Steuer- und Fernwirkanlage an die Aeschimann AG Interlaken, vergeben.

Baurechte werden der Teuerung angepasst

Die verschiedenen Baurechte der Gemeinde wurden leicht erhöht, das heisst gemäss Index der Teuerung angepasst.

Beitragsgesuch der Bödelibad AG abgelehnt

Wegen der schwierigen finanziellen Lage der Gemeinde musste das Beitragsgesuch der Bödelibad AG für das Ausbauprojekt abgelehnt werden.



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