Berner Oberland News
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Samstag, 18. August 2001

Täglich rund hundert Meter Basistunnel

Stand der Arbeiten am Lötschberg-Basistunnel

md/S. Mehr als ein Fünftel der ersten Ausbauetappe des Lötschberg-Basistunnels ist schon gebaut: Auf vier der vorgesehenen fünf Baustellen arbeiten laut einer Medienmitteilung zurzeit rund 1000 Personen – hinzu kämen noch rund weitere 250 Personen (Ingenieure, Vermesser, Geologen, Sekretariate): «Seit Herbst 1999 sprengt man an den Basistunnelröhren, wovon bereits über zwölf Kilometer ausgebrochen sind. Zehn Vortriebe laufen und täglich entstehen rund hundert Meter Basistunnel.

Der Stand der Arbeiten  im August 2001 auf den einzelnen Baustellen:

– In Frutigen im Kandertal führt nach Angaben der BLS Alptransit AG ein einspuriger Tagbautunnel ab Portal bis nach Wengi/Ey. Die öffentliche Planauflage sei vom 28. Mai bis zum 26. Juni 2001 erfolgt und laut Medienmitteilung gingen 107 Einsprachen ein: «Da keine der Einsprachen grundsätzliche Kritik am Bauvorhaben enthalten, ist die BLS Alptransit AG zuversichtlich, die Anliegen im gegenseitigen Einvernehmen zu lösen.»  Baubeginn sei voraussichtlich Oktober 2001.

– Vom Zwischenangriff Mitholz (Kanton Bern) aus sprengen laut BLS Alptransit AG die Mineure mit einem Vortrieb nach Frutigen und zwei Vortrieben in Richtung Wallis. In der Oströhre seien rund 4400 Meter, in der Weströhre 3600 Meter des Basistunnels ausgebrochen. Modernste Förderbandanlagen (Rohrgurtförderer) förderten das Ausbruchmaterial zum Materialbewirtschaftungszentrum der Nordseite.

– Vom Bahnhof Goppenstein auf Walliser Seite führte ein vier Kilometer langer Fensterstollen zum Fusspunkt Ferden, heisst es im weiteren: «Hier arbeitet die Arbeitsgemeinschaft des Basistunnel-Loses an den vier Vortrieben  – zwei Richtung Mitholz und zwei Richtung Wallis – wobei bereits rund 650 Meter Basistunnel erstellt sind.» Ein komplexes Abluftsystem sowie diverse Dienststollen, Fluchtstollen und Kavernen bildeten die künftige Nothaltestelle. Die Baustelle 2000 Meter tief unter dem Gebirge sei für Mineure und Planer eine tägliche, tunnelbautechnische Herausforderung.

– In Steg, ab Portal Niedergesteln, bohrt sich laut Medienmitteilung die 142 Meter lange Tunnelbohrmaschine (TBM) in den Fels. Sie habe drei Kilometer des Fensterstollens Steg ausgefräst und sei im Juni 2001 auf die Weströhre des Basistunnels eingeschwenkt. Bereits 3,6 Kilometer habe die TBM zurückgelegt: «Zwei kegelförmige Holzsilos, in welchen das Ausbruchmaterial vom Tunnel zwischengelagert wird, prägen die Aussenanlagen.»

– Enge Platzverhältnisse kennzeichneten die Baustelle beim Südportal Raron: «Während die Weströhre bis zur Einmündung des Fensterstollens Steg gesprengt wird, bohrt sich in der Oströhre eine typgleiche TBM wie in Steg in die ersten Meter Gestein.» Etwa 500 Meter hinter dem Portal seien in einer geologisch anspruchsvolle Zone (Trias) bereits hundert Meter Tunnel erstellt worden, damit die TBM hier im Herbst problemlos durchfahren könne. Erschlossen worden sei dieses Stück Tunnel durch einen Pilotstollen, der auf derselben Achsel wie die Weströhre verlaufe. Die Mineure weiteten zurzeit den Pilotstollen zum Vollprofil auf und hätten hier bereits mehr als 350 Meter gesprengt. Von der Rhonebrücke, welche inskünftig den Basisstrecke mit der Simplonstrecke verbinde, seien bereits einzelne Pfeiler zu sehen. Zurzeit seien die Montagearbeiten am Vorspanngerüst im Gang: «Beinahe abgeschlossen sind die Dammschüttungen am SBB-Geleise zur Erstellung eines dritten Geleises zwischen dem Portal und Visp.»

– Die Materialbewirtschaftung ist nach Angaben der Alptransit auf dem Gelände des ehemaligen Militärflugplatzes Raron zuhause und werde von einem Kieswerk mit sechs grossen Silozylindern sowie zahlreichen Förderbändern dominiert: «Die Tübbingfabrik verwertet das Ausbruchmaterial zu Tunnel-Sohlenelementen.»



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