Berner Oberland News
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Montag, 20. August 2001

Kanton erteilt Abschussbewilligung für Luchs am Niesen

aid/S.  Das Jagdinspektorat des Kantons Bern hat die Bewilligung für den Abschuss eines Luchses im Niesengebiet erteilt. Der Luchs riss laut einer Medienmitteilung bisher nachweislich 16 Schafe: «Der zuständige Wildhüter wird das schadenstiftende Tier innerhalb des vorgegebenen Perimeters erlegen.»

Entgegen dem Trend in den gesamten Nordwestalpen haben sich laut Medienmitteilung in einem Gebiet an der Nordwestflanke des Niesens in den letzten Wochen Schäden von Luchsen an Kleinvieh gehäuft. Betroffen seien die Weiden «Gatafel» und «Hunds­maad/Spitz» oberhalb Wimmis sowie die höhergelegenen Weiden «unteres Geeri» und «Chummli». Die Schadensserie hätten im Juni begonnen. Bis zum 18. August 2001 seien insgesamt 16 Schafe nachweislich von einem Luchs gerissen worden. Weitere fünf Schafe seien aus diesen angegriffenen Herden verschwunden: «Sie fielen höchstwahrscheinlich ebenfalls einem Luchs zum Opfer und werden deshalb als Luchsrisse anerkannt und entschädigt.»

Gemäss dem «Konzept Luchs Schweiz» vom 28. August 2000 seien die Kriterien für den Abschuss dieses Luchses nun erfüllt, heisst es in der Medienmitteilung: «Demnach dürfen die Kantone eine Abschussbewilligung erteilen, wenn ein Luchs trotz Verhütungsmassnahmen pro Sömmerungssaison (respektive pro Kalenderjahr) in einem Umkreis von fünf Kilometern mindestens 15 Schafe und/oder Ziegen gerissen hat.» Die Kantone haben laut Medienmitteilung im März dieses Jahres vom Bund die Kompetenz erhalten, «Luchse und Wölfe, die untragbare Schäden verursachen, abzuschiessen». Sobald im Niesengebiet neue Schafrisse gemeldet würden, werde der zuständige Wildhüter den schadenstiftenden Luchs im vorgegebenen Perimeter abschiessen. Das Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (Buwal) und die Kantone Waadt und Freiburg seien über das Vorgehen informiert. Abschüsse von Luchsen habe das Buwal bereits früher bewilligt: «Als Schafräuber erlegt wurden am 29. Juli 1997 ein Weibchen in Montbovon (Kanton Freiburg) und am 31. August 1998 ein mit einem Senderhalsband versehenes Männchen namens Nico am Dent du Burgo (Kanton Freiburg).» Je ein Luchsmännchen seien am 9. April 1999 bei Riggisberg (Kanton Bern) und am 8. November 1999 bei Kandergrund (Kanton Bern) geschossen, weil sie von der Räude befallen gewesen seien: «Im Kandertal wurde am 28. August 1999 ein schadenstiftender Luchs erlegt, der 26 Schafe gerissen hatte.»



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