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Dienstag, 14. August 2001

Schutz- und Nutzungsplanung im Berggebiet

Grimselgespräche 2001: Umwelttagung im Grimselhospiz am 7. September 2001

kwo/S. Im Grimselhospiz findet am 7. September 2001 eine Umwelttagung zum Thema «Schutz- und Nutzungsplanung» statt. Diese ersten Grimselgespräche werden laut einer Medienmitteilung gemeinsam von der Kraftwerke Oberhasli AG (KWO) und dem Grimselverein durchgeführt.

Das Grimselhospiz (1980 Meter über Normalnull) und der Grimselstausee (linke Bildhälfte), hinten rechts der Räterichsbodenstausee. (Foto: Peter Schmid)

Der Grimselverein und die Kraftwerke Oberhasli AG haben laut Medienmitteilung gemeinsam die Grimselgespräche geschaffen – «ein offenes Diskussionsforum, das brennende Themen rund um den alpinen Lebensraum behandelt». Es gehe um Landschaft und Natur, um die Menschen die hier lebten, ihre Wirtschaft und ihre Kultur. Am Freitag, 7. September 2001 sollen an den Grimselgesprächen anerkannte Experten über Theorie und Praxis mit Schutz- und Nutzungsmodellen informieren. Informieren und diskutieren zu verschiedenen Schutz- und Nutzungsmodellen seien denn auch die Hauptziele der Organisatoren: «Die ersten Grimselgespräche stehen allen offen.» Die Bevölkerung soll an den Grimselgesprächen teilnehmen und über «ihre» Landschaft und deren Zukunft diskutieren.

«Gefahr und Chance zugleich»

Für die einzigartigen Landschaften der Bergregionen seien die Wirtschaft und der Tourismus oftmals Chance und Gefahr zugleich, verlautet dazu im weiteren: «Die weltweite Konkurrenz, die zunehmende Mobilität und der Zwang zur Rentabilität führen mancherorts zur Übernutzung der natürlichen Ressourcen.» Dass die Umsetzung in die Praxis von Schützen und Nutzen einer Berglandschaft nicht einfach sei, liege auf der Hand. Heute existierten viele Modelle, einige mit Praxiserfahrung, andere stehen in der Einführungsphase. Bei allen stelle sich aber immer die gleiche Frage: «Wie werden die verschiedenen Interessen zweckmässig gebündelt.» Neu sei dies nicht; das Überleben und Wirtschaften in den Bergen hätten schon unsere Vorfahren gekannt und habe sich über Generationen entwickelt.

Anerkannte Experten und Referenten

Die Referate versprechen laut Medienmitteilung hochstehende Inhalte. Den Organisatoren sei es nämlich gelungen, Experten aus der ganzen Schweiz zu gewinnen. Eröffnet werde die Tagung durch Professor Paul Messerli von der Universität Bern. Er habe sich während Jahren intensiv mit der Berglandschaft und deren wirtschaftlichen Entwicklung befasst. Anschliessend stellten Dr. Dominik Siegrist (CIPRA), Eugen Rothenfluh (Kraftwerksleiter und Gemeindepräsident in der Modellregion Göschenen), Prof. Dr. Heinrich Haller (Direktor des Schweizerischen Nationalparks), Theo Schnider (Tourismusdirektor von Sörenberg und Projektleiter des Biosphärenreservat Entlebuch) und Privatdozent Dr. Meinrad Küttel (BUWAL) unterschiedliche Schutz- und Nutzungsmodelle vor. Die abschliessende Podiumsrunde setze sich aus verschiedenen «Landschaftsnutzern» des Susten- und Grimselgebietes zusammen. Sie alle lebten mit der Landschaft, sei es zum Erholen oder zum Wirtschaften: «Geleitet und moderiert wird die Tagung von der Kommunikationsfachfrau Regula Kuhn aus Brienz.»

Exkursion am Samstag

Am Samstag, 8. September steht laut Medienmitteilung das Erlebnis im Vordergrund. KWO und Grimselverein führten durch die Grimsellandschaft und zeigten das Zusammenspiel von Natur und Technik. Max Ursin von der KWO führe durch Kraftwerke, Stollen, Apperatekammern und Staumauern – Emil Feuz vom Grimselverein stelle die Vegetation, Gletschermühlen und die Idee des «Parcours du glacier de l'Aar» vor. Die Exkursion soll um 10.15 Uhr (Ankunft Postauto) auf dem Hospiz beginnen und rund sechs Stunden dauern. Für die Teilnahme werde ein Unkostenbeitrag von 25 Franken erhoben (Lunch inbegriffen).

Rundgang auf dem Hospiz

Eine öffentliche Begleitausstellung rundet laut Medienmitteilung die Themenvielfalt der Tagung ab. Vom Freitag, 7. bis am Sonntag, 9. September könne man sich in den Räumlichkeiten auf dem Grimselhospiz vertieft mit den verschiedenen Schutz- und Nutzungsmodellen befassen: «Erfreulich ist die Präsenz von zahlreichen lokalen Ausstellern.» Alpwirtschaft, Alpinismus, SAC, Wald und Forst zeigten ihr Wirken und Schaffen. Daneben präsentierten sich das Modell des Unesco-Welterbes, der Schweizer Nationalpark, das Biosphärenreservat Entlebuch und die Modellregion Göschenen.

Wer an den ersten Grimselgesprächen teilnehmen will, der kann laut Medienmitteilung beim Sekretariat der Kraftwerke Oberhasli AG die Tagungsunterlagen bestellen oder sich gleich anmelden (Telefon 033 982'20'11): «In der Tagungsgebühr von 100 Franken sind das Postauto ab Meiringen zum Grimselhospiz, ein Willkommens-Apéro, ein Drei-Gang-Mittagessen sowie die Tagungsdokumentation inbegriffen.»



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