Berner Oberland News
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Freitag, 17. August 2001

Nach der Stützmauer jetzt die Lehnenbrücke im «Balmers Cher»

Sanierungsarbeiten an der Kantonsstrasse Unterseen–Habkern laufen noch bis Ende Oktober

S. Der Teilneubau der zusammen mit der inzwischen bereits  im vergangenen Jahr sanierten bergseitigen Stützmauer durch Hangbewegungen stark in Mitleidenschaft gezogenen Lehnenbrücke im «Balmers Cher» an der Kantonsstrasse Unterseen–Habkern schreitet voran: Zwei Monate nach Beginn der zweiten Sanierungsetappe ist eine neue, gut hundert Tonnen schwere Brückenplatte auf etwa zwei Drittel der Strassenbreite betoniert. Die insgesamt rund 780'000 Franken teure Sanierung kann voraussichtlich Ende Oktober abgeschlossen werden.

Ein Teil der neuen Brückenplatte ist bereits betoniert. (Foto: Peter Schmid)

Die aus den sechziger Jahren stammende Lehnenbrücke – siehe auch Berichte «Neue Steinkorbreihen und abgebaute Stützmauer» vom Montag, 9. Oktober 2000 und  «Strassenparallele Steinkorbreihen» im «Balmers Cher» / Kantonsstrasse Unterseen–Habkern: Erst die Stützmauer dann die Brücke» vom Freitag, 25. August 2000 – wird nach Angaben des kantonalen Tiefbauamtes zum Teil abgebrochen und durch eine gegenüber Hangbewegungen flexiblere Konstruktion ersetzt. Eine neue, 15,65 Meter lange, 7,60 Meter breite und 0,35 Meter dicke Brückenplatte soll nach Angaben von Projektleiter Jürg Zingg vom Oberingenieurkreis I im kantonalen Tiefbauamt dereinst mit einem relativ kleinen Aufwand den Hangbewegungen angepasst werden können. Die gut 40 Kubikmeter grosse und über 100 Tonnen schwere neue Brückenplatte werde sich hydraulisch anheben und in die alte Position schieben lassen.

In einer ersten Etappe sind im vergangenen Jahr neue strassenparallele Steinkorbreihen über der ursprünglich bis zu acht Meter hohen bergseitigen Stützmauer im «Balmers Cher» erstellt worden.

In einer ersten Sanierungsetappe im vergangenen Jahr wurde die bergseitige Stützmauer durch Abbruch auf eine maximale Höhe von drei Meter abgesenkt. Dazu habe der dahinterliegende Hang  – siehe auch Bericht «Die Lehnenbrücke im Balmers Cher wird saniert» vom Mittwoch, 19. Juli 2000 – auf einer Länge von 85 Meter und einer Breite von bis zu 20 Meter abgegraben werden müssen. Die damit «verlorene» Höhe sei durch strassenparallele Steinkorbreihen kompensiert worden, welche sich als sehr flexibel gegenüber Hangbewegungen erwiesen hätten. – Die Gesamtkosten der Sanierung von Stützmauer und Lehnenbrücke im «Balmers Cher» dürften sich auf rund 780'000 Franken belaufen. Die Kosten der ersten Etappe sind mit 480'000 Franken veranschlagt. Die Instandstellung der Lehnenbrücke dürfte nach Angaben von Projektleiter Jürg Zingg – einschliesslich aller Bau-, Planungs- und Nebenkosten – auf rund 300'000 Franken zu stehen kommen.

Der Böniger Bauunternehmer Jürg Gerber (links) auf der Baustelle im Gespräch mit Projektleiter Jürg Zingg.

Sowohl die Arbeitsgruppe Gerber und Troxler Bau AG, von Kaenel und Ziag – die planerische Leitung obliegt der Theiler Ingenieure AG Thun und Spiez – als auch Projektleiter Jürg Zingg hoffen, dass nichts Unvorhergesehenes eintritt und die Sanierungsarbeiten im «Balmers Cher» bis Ende Oktober dieses Jahres abgeschlossen werden können.



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