Berner Oberland News
Aktuelle Frontpage (http://www.beo-news.ch)
Leserbriefe und Bestellung von Bildern in druckfähiger Auflösung (E-Mail p.schmid@beo-news.ch)

Montag, 6. August 2001

A8-Vollanschluss Interlaken West: Auch zweites Widerlager betoniert

S. Beim Bau einer neuen Brücke über die BLS-Eisenbahnlinie Spiez–Interlaken für den Autobahn-Vollanschluss Interlaken West – insgesamt sind für das Projekt Kredite von 8,3 Millionen Franken bewilligt worden – ist nach dem nördlichen Widerlager auch sein südliches Gegenstück bereits bis auf die Höhe der künftigen Brückenplatte betoniert.

Auf der Höhe des umprojektierten künftigen Kreisels ist auch das südliche Widerlager der neuen Brücke über die Eisenbahnlinie (linke Bildhälfte) betoniert worden. (Foto: Peter Schmid)

Mit dem Bau des wegen geologischer Probleme in der Felswand gegenüber der ursprünglichen Planung um 40 Meter in Richtung Bern verschobenen Kreisels Lütscheren musste nach Angaben des kantonalen Tiefbauamtes – siehe auch Bericht «A8-Vollanschluss Interlaken West: Neue Brücke im Bau» vom Dienstag, 3. Juli 2001 und  «Bald ein Strassenprovisorium in der Lütscheren / Autobahn-Vollanschluss Interlaken West voraussichtlich bis Herbst 2001» vom Freitag, 28. Juli 2000 – auch die neue rund 600'000 Franken teure Brücke über die BLS-Bahnlinie entsprechend verschoben werden. Insgesamt sind für das Projekt Kredite von insgesamt 8,3 Millionen Franken bewilligt worden. Auch am neuen Standort hätten sich wegen der schlechten Bodenbeschaffenheit die Vorschüttungen für die Brückenfundamente vorerst während etwa sechs Monaten setzen müssen, ehe mit den Pfählungsarbeiten für die Fundamente der neuen Brücke über die BLS-Linie im Frühjahr 2001 habe begonnen werden können.Wegen der Verschiebung der Brücke – siehe auch Berichte «Kreiselverkehr am oberen Ende des Thunersees» vom  Mittwoch, 5. Juli 2000 und «Autobahn-Vollanschluss Interlaken West bis Herbst 2001 / Der Kreisel Neuhaus nimmt Gestalt an» vom Dienstag, 16. Mai 2000 – ergab sich nach Angaben von Projekleiter Aldo Quadri bereits im Frühjahr 2000 eine voraussichtliche Verzögerung der ursprünglich bis zum Beginn der Sommersaison 2001 vorgesehenen Inbetriebnahme des Autobahn-Vollanschlusses bis Herbst 2001.

Bis zur Eröffnung des neuen Radweges führen der Schulweg aus Därligen und Leissigen und zwei Velowegrouten Schweiz noch über die enge Kantonsstrasse ohne Ausweichmöglichkeiten. Archivbild: Peter Schmid)

Der auf den Kanton entfallende Teil des neuen Veloweges entlang der BLS-Linie vom neuen Kreisel Lütscheren in Richtung Rugentunnel endet vorerst allerdings noch in der grünen Wiese. Für den Veloweg vom Autobahnanschluss bis zum Entsorgungsbetrieb Leuenberger – das Land gehöre der Burgergemeinde Interlaken – muss nach Angaben des Interlakner Bauinspektors Hansruedi Bieri noch ein Baubewilligungsverfahren durchgeführt werden und auch mit einigen privaten Grundeigentümern stünden noch Verhandlungen bevor. Als möglichen Zeitpunkt für eine Realisierung des Radweges, für den am 20. Juni vergangenen Jahres ein Kredit von 170'000 Franken bewilligt worden sei, nannte Bieri auf Anfrage hin das kommende Frühjahr. Mit dem Bau des A8-Vollanschlusses Lütscheren ist vorgesehen, den Motorfahrzeug- und den nichtmotorisierten Verkehr zu entflechten. Dies soll mit einer neuen Radwegverbindung nördlich der BLS-Linie erreicht werden. Gleichzeitig soll auch der BLS-Niveauübergang Lütscheren aufgehoben werden. Für die Planung der neuen Verbindung war seinerzeit ein Kredit von 25’000 Franken bewilligt worden. Bis zur Eröffnung des neuen Radweges führen der Schulweg aus Därligen und Leissigen und zwei Velowegrouten Schweiz noch über die enge Kantonsstrasse ohne Ausweichmöglichkeiten.

Die Verzögerung beim Umbau des heutigen Autobahn-Halbanschlusses Interlaken West der A 8 zu einem Vollanschluss hatte sich bereits im März 2000 abgezeichnet: Eine geologische Begutachtung der Felswand bei der Lütscheren – siehe auch Bericht «Verzögerung beim Vollausbau des Autobahnanschlusses Interlaken West» vom Freitag, 10. März 2000 – hatte nach Angaben des kantonalen Tiefbauamtes ergeben, dass die Felsqualität schlechter als erwartet sei. Die Bauarbeiten waren Ende September 1999 – siehe auch Bericht «Umbau zum Vollanschluss beginnt mit Rodungsarbeiten / Autobahnanschluss Interlaken West: Besser mit dem lokalen Strassennetz verbunden» vom Freitag, 10. September 1999 – in Angriff genommen worden. Das Projekt hatte laut Tiefbauamt – siehe auch Bericht «Voraussichtliche Bauzeit etwa zwei Jahre – Baubeginn für Autobahn-Vollanschluss Interlaken-West in Sicht» vom Donnerstag, 4. Februar 1999 – vorwiegend ergänzende bauliche Massnahmen vorgesehen: «Die bestehenden Tragkonstruktionen werden unverändert weiter benutzt.»

Mit den baulichen Veränderungen werden nach Angaben des Tiefbauamtes insbesondere folgende Ziele anvisiert:

– Vollständige Verknüpfung der Nationalstrasse A 8 mit dem lokalen Strassennetz westlich der Bödeligemeinden Interlaken, Matten und Unterseen.

– Nutzung des Zurbingers Rechtes Thunerseeufer zur Entlastung der neuralgischen Verbindung über den Bahnübergang zwischen Unterseen und Interlaken (beim Bahnhof Interlaken West) unter gleichzeitiger Verknüpfung mit den Kantonsstrassen am rechten und linken Seeufer (Bau von zwei Kreiseln).

– Nutzung des Viadukts über BLS-Trassee, Schiffahrtskanal und Aare als Zweiradverbindung zwischen linkem und rechtem Thunerseeufer. Dies ermöglicht auch eine zweckmässige Führung der Aare- und Seen-Routen des Velolandes Schweiz auf dem Bödeli und über den geplanten beziehungsweise jetzt im Bau begriffenen Zweiradanschluss Weissenaustrasse.

– Nachhaltige Verbesserung der Schulwegverbindung zwischen Därligen und Interlaken, indem ein von der Gemeinde Interlaken zu erstellender Radweg zwischen BLS-Bahnlinie und Schiffskanal mit dem geplanten Vollanschluss verknüpft werden kann.



Sunstar **** Ihr Vierstern-Hotel in Grindelwald 
Aktuelle Frontpage
(http://www.beo-news.ch)
Leserbriefe und Bestellung von Bildern in druckfähiger Auflösung
(E-Mail p.schmid@beo-news.ch)

Herausgegeben von Peter Schmid, Freier Journalist, Kreuzli, CH-3852 Ringgenberg / Redaktionsstube Ringgenberg Telefon +41 (33) 821 10 61 und Fax +41 (33) 821 10 64 / Natel  +41 (79) 427 45 78 / Wohnung (privat) +41 (33) 821 10 60 / Postcheckkonto 40-71882-7

Zurück an den Seitenanfang