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Montag 27. März 2006
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Camping Les Magnanarelles
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Hintergrundinformationen siehe auch Bericht Staneks Planetenlexikon 2005: Mit dem Computer auf den Mars vom Sonntag 14. November 2004
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Festumzug am Sonntag in Interlaken: Alljährlich am 2. Januar wird Interlaken vom Hardermannli, seinem Wyb und den Potschen, seinem Gefolge, heimgesucht. Maskierte – sogenannte Potschen – rennen durch die Strassen, brüllen, reissen Zuschauer mit und verbreiten Angst und Schrecken. / Bilder Dora Schmid-Zürcher
50 Jahre «Harderpotschete» in Interlaken: Lichtinstallation und Festumzug
Ehemalige Gastformationen der Harderpotschete, Trychler, Maskenschnitzer und Brauchtumsfreunde aus der ganzen Schweiz haben sich zum Jubiläum «50 Jahre Harderpotschete» am Wochenende in Interlaken eingefunden. Am Vorabend des grossen Festumzuges vom Sonntag beleuchtet der Schweizer Lichtkünstler Gerry Hofstetter das steinerne Gesicht des «Hardermannlis» und und verschiedene Objekte auf dem Bödeli.

Die Jugendstilfassade des Interlakner Hotels Beau Rivage erstrahlte am Samstagabend unter anderem in einem «patriotischen» Licht.

ds/bns. Bis zum 100-Jahre-Jubiläum der Tourismusorganisation Interlaken (TOI) im Jahr 2010 ist jährlich ein «Lichtfestival Interlaken» vorgesehen, das im Jubiläumsjahr in einer bombastischen Licht-Inszenierung gipfeln soll. Als Stefan Otz, Tourismusdirektor von Interlaken, 89 Tage nach Amtsantritt – siehe auch Lichtkünstler beleuchtet am 25. März das Hardermannli vom Freitag 17. März 2006 – seine Ideen für Interlaken den Medien vorstellte, erwähnte er, dass er das Gesicht des bärtigen Mannes am Harder beleuchten lassen wolle. Die Idee, die ursprünglich aus einer Erlebnisstudie der Universität Bern stammte, stiess nach TOI-Angaben auf ein grosses Echo und sei von Stefan Otz weiter verfolgt worden.

Der Realisator und der Vater des Gedankens: Der Lichtkünstler Gerry Hofstetter (links) und Tourismusdirektor Stefan Otz (rechts).

Am Samstagabend wurde das «Hardermannli» mit einer Lichtinstallation zum Leben erweckt. Hinter der gut dreistündigen Licht-Installation vom Samstagabend stehe der Schweizer Lichtkünstler Gerry Hofstetter, der sich mit seiner atemberaubenden Lichtkunst international einen Namen gemacht habe. Beleuchtet wurden am Samstagabend in Interlaken verschiedene Objekte: Nach einem «Hardermannli in drei Akten» folgten als «Lichterschiff» die MS Jungfrau, die «Die Lichtfassade» am Interlakner Ostbahnhof, die Fassade des Lindner Beau Rivage mit «Jugendstil ganz grell», der Stadthausplatz Unterseen mit «Leuchtend anders» sowie der Marktplatz Interlaken mit «Aussergewöhnlich hell».

«Die Lichtfassade» am Interlakner Ostbahnhof

Worte von Simon Margot, Gemeindepräsident von Unterseen und Ehrenpräsident der Harderpotschete am Samstagabend:

«Seit Menschengedenken haben die steilen Hänge des Harderberges über Interlaken und Unterseen mit ihren Wäldern und Felsen etwas geheimnisvolles, etwas, das auch einerseits Faszination und andererseits auch Angst auslöst. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Bergstürze und fehlendes Vieh einem in einer Felshöhle hausenden Riesen angelastet wurden. Der Sage nach befreiten Zwerge das Bödeli von diesem Unhold. Sie sägten dem Riesen den Kopf ab und stellten diesen so zur Schau, dass man das versteinerte Antlitz noch heute weit herum sehen kann.

Allerlei schreckliche Gestalten trieben am Sonntag auf dem Höheweg in Interlaken ihr Unwesen.

Eine andere Sage geht auf das Mittelalter zurück, als in Interlaken im 12. Jahrhundert ein Kloster entstand und zwischen den verschiedensten Gründen Streit herrschte. Als ein Mädchen beim Holzsammeln im Harder abstürzte, war schnell ein Schuldiger gefunden: Ein Mönch aus dem Kloster habe das Kind aus fleischlicher Lust verfolgt und es in den Tod getrieben. Der Herrgott habe den Mönch in Stein gebannt, er müsse bis in alle Ewigkeit auf die Stelle seiner Untat hinabblicken. – Der Brauch von maskierten Lärmumzügen auf dem Bödeli ist sehr alt und hat seine Wurzeln einerseits im Glauben an die Toten und andererseits in der Vertreibung des Winters. Unter einer Maske eignete man sich die Kräfte der Ahnen an und konnte so seine Angst vor den Toten bezwingen. Maskiert und mit viel Lärm wollte man in der Zeit der Wintersonnenwende, in den zwölf Rauhnächten zwischen Weihnacht und Dreikönigstag, den Winter vertreiben.Über die Pflege und die Entwicklung des Brauches über Jahrhunderte gäbe es viel zu erzählen. Ich beschränke mich jedoch auf das was vor rund 50 Jahren und in der Folge mit diesem Brauch geschah.

Auch die Trychler durften im Festumzug nicht fehlen.

Bärzelistag 1955:
Geschäftsmann Hans «John» Hofer, Vater von Rocklegende Polo Hofer, ärgert sich über das wüste und ungesittete Treiben von maskierten Jugendlichen und beschliesst, mit ein paar Gleichgesinnten, den Brauch in «neuer» Form zu organisieren. In den Brauch wird das Hardermannli als zentrale Figur eingebaut, als mahnendes Wesen, angelehnt an die Hardersagen. – 2. Jänner 1956: Der Maskenbrauch wird unter dem Namen «Harderpotschete» erstmals im Chrisviertel rund um den Marktplatz in Interlaken durchgeführt. Seither findet jedes Jahr am 2. Januar eine Harderpotschete statt, mit vielen Holzmasken und wunderschön gebastelten Kindermasken, mit Musik und Trychlern, zur Freude von Einheimischen, Heimwehbödelern und Touristen aus aller Welt.

Heute feiern wir das 50jährige Bestehen der Harderpotschete in «neuer» Form. Das Jubiläums-Organisationskomitee unter der Leitung von Irene Thali organisierte einen würdigen und farbigen Anlass zum Feiern. Man darf es als absoluten Glücksfall betiteln, dass sich die Tourismusorganisation Interlaken und vor allem auch Direktor Stefan Otz vom Harderpotschete-Fieber anstecken liess und mit grossem Engagement dieses Jubiläum begleitet. Mit einem effektiven «Highlight» soll nun unser Jubiläum beginnen. Leuchten wir zurück in frühere Zeiten, und überlegen uns , was das Hardermannli in all den Jahren alles beobachten konnte und uns erzählen könnte. Leuchten wir zurück und danken allen , die unseren Brauch zu neuem Leben erweckten und seither pflegten. Leuchten wir aber auch in eine Zukunft, die uns hoffentlich neben Blitz und Donner und Regen viele Sonnentage bescheren wird ... und natürlich auch jeden 2. Jänner eine Harderpotschete.»
Informationen: harderpotschete.ch und auf der offiziellen Seite zum 50-Jahre-Jubiläum der Harderpotschete maskentreffen-interlaken.ch sowie im Buch «Harderpotschete» von André Dähler und Markus Wegmann, erschienen und zu beziehen bei Schlaefli und Maurer AG, 3800 Interlaken.

Mit wechselnden Gesichtern erschien das Hardermannli hoch über dem Bödeli am Samstagabend in einem völlig neuen Licht.

Die beiden zählen mit zum Urgestein der Harderpotschete: Kongressmanager Pedro Hubacher (links) und der Hotelier Beat Hassenstein. – Die Harderpotschete – seit 50 Jahren in einer neuen Form.

Herausgegeben von Peter Schmid, Freier Journalist, Kreuzlistrasse 244, CH-3852 Ringgenberg / Redaktionsstube Ringgenberg Telefon +41 33 821 10 61 und Fax +41 33 82110 64 / Mobile +41 79 427 45 78 / Postcheckkonto 40-71882-7
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